Das sind die Ängste, die dich von deiner Selbstständigkeit abhalten
Wer zweifelt nicht hin und wieder an seinen Ideen und fragt sich, ob die hochgesteckten Ziele nicht doch unerreichbar sind? Der Vorteil an Zweifeln ist, sie regen uns zur ehrlichen Reflexion an und das ist gut weil: Macht uns auf lange Sicht besser. Aber sie sollten dich nicht davon abhalten den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit zu wagen. Jetzt mögen Einige denken, dass gerade in diesen unsicheren Zeiten die Gefahr zu scheitern besonders hoch sei. Vielleicht – aber die Gefahr ist immer da: Wirtschaftskrise, Pandemie und KI-Revolution. Die Zeiten sind immer unsicher und ich denke, dass bleibt auch in naher Zukunft so. Und so abgeklatscht es auch klingt aber aus Krisen erwachsen Chancen und jede Krise, die dein Business-Baby überlebt, macht es stärker. Vor allem: Machen Krisen DICH stärker. Denn du musst dich mit ihnen auseinandersetzen und proaktiv reagieren. Eine Kernkompetenz in der Selbstständigkeit ist Flexibilität. Das heißt, du hast dir ein starkes Fundament gebaut das aber flexibel genug ist, um sich in stürmischen Zeiten anzupassen, ohne das dir alles um die Ohren fliegt.
Darf ich vorstellen – Deine Antagonisten:
Angst zu scheitern
Finanzielle Unsicherheit
Angst, nicht gut genug zu sein
Angst zu scheitern – Ein Mindset-Problem
Was genau passiert wenn du scheiterst? Du versuchst etwas Neues und es klappt nicht. In der Selbstständigkeit bist du allein diejenige, die entscheidet dass du gescheitert bist. Wenn du keinen Schlussstrich ziehst, hast du dein Business noch nicht aufgegeben sondern steckst in einem Veränderungsprozess. Sobald du gründest, lernst du permanent dazu: Am Anfang steht die ganze Bürokratie, dann kommt die Markenentwicklung, technisches Know-How und nebenbei entwickelst du dich als Mensch immens weiter weil du vor einer völlig neuen Herausforderung stehst.
Die Angst zu scheitern mag deine ständige Begleiterin sein. Aber auf der Bühne der Gefühle darf noch Platz für Begeisterung, Freude, Stolz, Neugier, Motivation und all den anderen positiven Emotionen bleiben. Denn der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein Grund zum feiern: Denn du gestaltest deine Arbeit ab jetzt selbst! Mehr Selbstermächtigung ist kaum möglich wenn man bedenkt wie viel Lebenszeit wir mit Arbeit verbringen.
Finanzielle Unsicherheit – Ein praktisches Problem
Die existenzielle Angst kannst du zähmen, indem du dir einen ordentlichen Plan machst. Vielleicht startest du erst mal neben deinem Beruf mit dem Aufbau deiner eigenen Marke? Nebenbei sparst du dir ein Startkapital oder einen Notgroschen an. Nicht zuletzt kannst du auch aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen. Wichtig ist, dass du realistisch rangehst denn es wird definitiv eine Anlaufphase geben, in der du deine finanziellen Wünsche nicht sofort erreichst. Manchmal muss am Fundament noch feinjustiert werden. Sei es bei deiner Positionierung oder deinem Angebot. Wichtig ist, dass du durchhältst und diese Phase als Chance dafür siehst, dein Produkt oder deine Dienstleistung zu verbessern. Anstellungen sind heute auch nicht mehr so sicher wie früher und die Kündigung oder der Auslauf deines Vertrages können genau so plötzlich vor der Tür stehen, wie ein neuer Auftrag ausbleiben kann. Doch Letzteres siehst du erstens kommen und kannst zweitens entsprechend reagieren. Je nachdem was für ein Typ du bist, kann die finanzielle Angst mal stärker, mal schwächer präsent sein aber lass dir gesagt sein: Es wird mit den Jahren entspannter.
Die Angst, nicht genug zu sein – Ein Mindset-Problem
Diese Angst ist vor allem am Anfang häufig vertreten und je nach dem wie stark dein Selbstbewusstsein ist, kann sie dich auch davon abhalten ins Tun zu kommen. Hier können Fragen helfen, um dein Denkmuster zu reflektieren: Habe ich mein Konzept gut durchdacht? Habe ich es getestet? Führt es zu den gewünschten Ergebnissen? Bin ich kompetent auf meinem Gebiet? Warum fühle ich mich unsicher? Was könnte mir zu mehr Sicherheit verhelfen? Hol dir Feedback und hör dir an was deine Zielgruppe zu sagen hat und arbeite damit.
Was du vermeiden solltest
Vergleiche dich nicht: Es wird immer Jemanden geben, der besser ist als du. Akzeptiere es und sei ehrlich zu dir selbst: Wo liegen die Grenzen deiner Kompetenz? Reicht das was du erarbeitet hast aus, um zu starten? Wenn du loslegst, wirst du dich automatisch verbessern und dazulernen aber dafür musst du eben erst mal losgehen. Also trau dich, lass dich nicht von der Bürokratie abschrecken und nimm deine Arbeit selbst in die Hand!