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Farbkombinationen für deine Marke, die wirklich funktionieren - und warumDreiklänge selten zufällig sind

Die meisten erfolgreichen Markenpaletten, die mir in der Praxis begegnen, bestehen aus drei Farben – nicht zwei, nicht fünf. Das ist kein Zufall!

Warum zwei Farben oft zu wenig sind

Eine Marke mit nur zwei Farben – meist einer Hauptfarbe und Schwarz oder Weiß als Gegenpart – wirkt häufig flach, sobald mehrere Anwendungen entstehen: Eine Webseite, ein Social-Media-Post, eine Präsentation. Mit nur zwei Farben fehlt oft die Flexibilität, unterschiedliche Stimmungen oder Hierarchien abzubilden, ohne ständig dieselbe Kombination zu wiederholen.

Warum mehr als vier Farben selten gut funktionieren

Am anderen Ende: Paletten mit fünf oder mehr Farben wirken in der praktischen Anwendung fast immer unausgewogen. Es entsteht die Frage, welche Farbe wann genutzt wird – und ohne klare Regeln verwässert sich die Wiedererkennbarkeit, die eigentlich der Sinn einer Markenpalette ist.

Die Logik des Dreiklangs

Eine Palette aus drei Farben: typischerweise einer kräftigen Hauptfarbe, einer neutralen Basis (Schwarz, Weiß oder ein Grauton) und einer Akzentfarbe, deckt in der Praxis die meisten Anwendungsfälle ab.

Die Hauptfarbe trägt die emotionale Identität der Marke und wird am auffälligsten eingesetzt, etwa für das Logo oder zentrale Call-to-Action-Elemente. Die neutrale Basis übernimmt den Großteil der Fläche – Hintergründe, Fließtext- und sorgt dafür, dass die Hauptfarbe nicht durch Überfluss an Wirkung verliert. Die Akzentfarbe wird sparsam eingesetzt, oft für eine zweite Funktion innerhalb der Marke – etwa um zwei unterschiedliche Angebotsbereiche farblich zu unterscheiden, oder um Links und sekundäre Hinweise zu markieren.

Eine Beobachtung zur Farbpsychologie

Häufig wird angenommen, dass bestimmte Farben automatisch bestimmte Eigenschaften vermitteln – Blau für Vertrauen, Grün für Nachhaltigkeit, und so weiter. In meiner Erfahrung ist das nur die halbe Wahrheit. Wichtiger als die isolierte Farbwahl ist der Kontext: Wie wird die Farbe eingesetzt, in welcher Sättigung, in welcher Kombination, und wie unterscheidet sie sich von dem, was der direkte Wettbewerb bereits nutzt.

Eine kräftige, ungewöhnliche Hauptfarbe in einem Markt, der überwiegend gedeckte Töne nutzt, kann mehr Wirkung erzielen als die theoretisch „psychologisch richtige“ Farbe, die aber schon von einer Vielzahl Wettbewerber:Innen verwendet wird.

Eine praktische Herangehensweise

Bevor eine endgültige Palette festgelegt wird, lohnt sich ein Blick auf die fünf wichtigsten Wettbewerber:Innen:

Welche Farben dominieren dort? Eine Palette, die sich bewusst davon unterscheidet, schafft eher Wiedererkennung als eine, die sich nahtlos einfügt.

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