Dieter Rams 10 Thesen für gutes Design und wie du sie für dein Branding nutzen kannst
Der wohl bekannteste deutsche Industriedesigner ist vor allem für seine zeitlosen Entwürfe bei der Firma Braun bekannt und prägte den deutschen Funktionalismus wie kein anderer.
Seine 10 Thesen sind Allgemeinbildung für DesignerInnen und können auch bei der eigenen Markenentwicklung berücksichtigt werden
Gutes Design ist innovativ
Heutzutage schreit immer alles nach „Innovation“ aber so einfach ist das gar nicht. In der Regel lässt sich innovatives Design durch die Kombination von etwas Unerwartetem und etwas Bekanntem oder Üblichen erreichen. Bei der Markenentwicklung kann das Logo z.B. etwas innovatives sein oder aber die Marketingstrategie.Gutes Design macht ein Produkt brauchbar
Das versteht sich von selbst.Gutes Design ist ästhetisch
Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber ästhetische Grundmuster sollten eingehalten werden, da uns das Design sonst mehr irritiert als nützt. Noch dazu gilt es, als Marke einer bestimmten Zielgruppe zu gefallen. Daher sollte hier ein analytischer Blick in Richtung Positionierung geworfen werden.Gutes Design macht ein Produkt verständlich
Bei der Markenentwicklung sollte die Message des Unternehmens verständlich für die Zielgruppe sein – auf Aufmerksamkeit allein zu setzen reicht nicht. Denn du willst ja Vertrauen schaffen nicht Verwirrung.Gutes Design ist unaufdringlich
Wer will schon gerne ständig angeschrien werden? Doch heute ist die Werbung überall und es gibt einige Marken deren Marketingstrategie sehr wohl aufdringlich sind und die es genau darauf anlegen durch Aufdringlichkeit wahrgenommen zu werden. PETA z.B.. Außerdem gibt es immer wieder Kampagenen, die auf Angst setzen sund KundInnen so unter Druck setzen. Hier sind Versicherungen ein gutes Beispiel. Dieser Regel würde ich, bezogen auf die Entwicklung einer Marke und das dazugehörige Marketing, nicht per se zustimmen.Gutes Design ist ehrlich
Es täuscht nichts vor und gibt nicht vor etwas zu sein, dass es nicht ist. Ein Beispiel wäre hier ein Tisch, der aussieht wie Eiche aber eigentlich nur bedruckter Pressspan ist. Darunter fallen aber auch Werbeversprechen, die das Produkt nicht einlösen kann. In der Kosmetikindustrie bspw. werden häufig Formulierungen verwendet, die die KonsumentInnen absichtlich täuschen sollen aber dennoch nicht gelogen sind. Cremes die z.B. ein strafferes Aussehen versprechen oder Haarkuren, die bessere Kämmbarkeit versprechen – Besseres Aussehen und Anfühlen wird tatsächlich erreicht aber Haut und Haar sind dadurch nicht „gesünder“. Stattdessen wird nur oberflächlich etwas aufgetragen, dass kurzzeitig einen Effekt hervorruft. Hier kannst du dich also fragen: Welche Werte soll deine Marke vertreten?Gutes Design ist langlebig
Natürlich sind hier Produkte gemeint. Aber auch eine Marke sollte nachhaltig gestaltet sein, damit sie Jahre überdauern kann und so Vertrauen und Zuverlässigkeit ausstrahlt.Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail
Die Kohärenz deiner Marke ist extrem wichtig für einen professionellen Markenauftritt: Ist alles aus einem Guss, wissen deine KundInnen mit wem sie es zu tun haben und was zu erwarten ist. Sie erkennen deine Marke wieder auch ohne Profilbild auf Social Media. Einmal konsquent alles erstellt und angewendet und du hast nicht nur eine „aufgeräumte“ gut durchdachte Marke für Jahre sondern auch Templates, die dir im Alltag Zeit sparen.Gutes Design ist umweltfreundlich
Muss auch nicht weiter erklärt werden.Gutes Design ist so wenig Design wie möglich
Und das ist ein sehr interessanter Punkt: Je klarer mein Design ist, desto langlebiger ist es auch. Je mehr trendigen Schnick-Schnack ich hinzufüge, desto eher muss ich es re-designen usw.. Und das kann dem Vertrauen in die Marke schaden. Eine hohe Kunst ist hier das richtige Gleichgewicht zu finden.Benutze die 10 Regeln wie eine Checkliste für deinen Markenauftritt und du wirst sehen, dass du damit schon einen großen Schritt weiter in Richtung professioneller Markenauftritt gekommen bist.